Ausbildung

Zunächst auf ein offenes Wort:

Die Segelflugausbildung hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn sie regelmäßig  durchgeführt wird, insbesondere bis zur Alleinflugreife (ca. 40-100 Starts). In dieser Anfangsphase der Ausbildung ist es zweckmäßig mindestens einen Tag eines jeden Wochenendes dem Segelflug zu schenken. Damit meine ich den ganzen Tag. Es wird sich nach Absprache meistens zwischen 9 und 10Uhr auf dem Flugplatz getroffen. Es beginnt dann mit dem Aufbau zum Flugbetrieb. Der Tag endet nachdem alle gelandet sind meist spätestens um 19Uhr. Dann wird wieder alles zurück gebaut, die Flugzeuge werden gereinigt und weggeräumt.
Segelfliegen ist ein Teamsport!!! Damit einer in die Luft kommt, müssen viele auf dem Boden dabei helfen.

Die Ausbildung erfordert Zeit (ca. 2 Jahre), alle Vereinsmitglieder unterstützen aktiv diese Ausbildung. Das heißt aber auch, dass die Gemeinschaft der Segelflieger das nötige Engagement des Flugschülers erwartet.

 

Nun zurück zum Thema, wie erlangt man eine Segelflugpilotenlizens? 

 

Schritt 1:

Vereinbare mit einem Ansprechpartner oder vor Ort einen Termin für einen Schnuppertag (Kosten 75 Euro, diese werden bei Aufnahme in den Verein verrechnet). Hier bist du dann Flugschüler für einen Tag. Kannst uns und einen Flugtag bei uns miterleben. Du bist bei allem dabei vom Anfang des Flugtages bis zum Ende. Natürlich kommst du hier auch mehrmals in die Luft. Du sitzt dabei vorn als Pilot in unserem doppelsitzigem Segelflugzeug und ein Fluglehrer wird dich dabei begleiten. In der Luft wirst du auch schon alleine lenken dürfen. Keine Angst der Profi sitzt direkt hinter dir und sagt bzw zeigt dir genau was zu tun ist. Je nach Thermik ist eventuell auch ein etwas längerer Flug möglich.

Solltest du Gefallen am Fliegen gefunden haben, folgt Schritt 2

 

Schritt 2:

Jetzt musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestalter 14 Jahre (Einverständnis des gesetzlichen Vertreters bei Minderjährigen)
  • Es darf nichts gegen den Flugschüler vorliegen, was ihn untauglich erscheinen lässt (Einschätzung durch die Fluglehrer)
  • aktives Mitglied in unserem Verein werden (siehe Kosten)
  • Ausbildungsvertrag abschließen  (bei Minderjährigen Unterschrift, Einverständnis des gesetzlicher Vertreter)
 Jetzt geht die Ausbildung schon los, jedoch musst du zeitnah noch folgenden Papierkram erledigen:
  • Kopie des Personalausweis
  • Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis (vor dem 1. Alleinflug), möglichst zeitnah nach Ausbildungsbeginn
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Erklärung über schwebende Verfahren
  • FAER Auskunft Fahreignungsregister Flensburg
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Die Ausbildung wird in unserem Verein durch 4 ehrenamtliche Fluglehrer durchgeführt und gliedert sich in Theorie und Praxis. An fliegbaren Wochenenden und Feiertagen wird zuerst in unserem Doppelsitzer (Grob Twin Astir) geschult. Der Flugschüler sitzt dabei vorne und wird schon beim ersten Flug mir der Steuerung des Segelflugzeuges vertraut gemacht.

Im ersten Abschnitt (ca. 10 – 15 Flugstunden / 0 – 100 Starts) wird das sichere Starten und Landen geübt. Während dieser Phase fliegt der Fluglehrer immer mit. Sind zwei Fluglehrer von den praktischen Fähigkeiten ihres Flugschülers überzeugt, dann darf der Flugschüler zum ersten mal alleine fliegen. Er absolviert 3 Flüge alleine, wobei ständiger Funkkontakt mit dem Fluglehrer am Platz besteht. Dieser überwacht den gesamten Flug vom Boden aus und gibt ggf Anweisungen über Funk. Waren diese 3 Flüge in Ordnung, hat sich der Flugschüler „freigeflogen“ und darf auch in Zukunft in diesem Flugzeugmodell  alleine fliegen (das Einverständnis des Fluglehrers immer vorausgesetzt).

Im darauf folgenden Abschnitt der praktischen Ausbildung wird der Flugschüler in ein einsitziges Flugzeug (LS 4) eingewiesen. Er wird weiterhin im Doppelsitzer von seinem Fluglehrer in bestimmte Flugmanöver eingewiesen und kann diese dann auch im einsitzigen Flugzeug trainieren.

Parallel zur praktischen Ausbildung findet während der Wintermonate die Theorieausbildung statt. Hierbei ist das Ziel, die Flugschüler auf die theoretische Prüfung vorzubereiten, die beim Regierungspräsidium in Darmstadt abzulegen ist.

Folgende Themen werden dabei gelernt und natürlich auch geprüft:

  • Luftrecht
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Meterologie
  • Kummunikation
  • Grundlagen des Fliegens
  • Betriebliche Verfahren
  • Flugleistung und Flugplanung
  • Allgemeine Luftfahrzeugkunde
  • Navigation

Wenn die theoretische Prüfung absolviert werden konnte, beginnt der letzte Abschnitt der praktischen Ausbildung. Der Flugschüler wird in die Techniken des Thermikfliegens und die Risiken des Streckenfluges eingewiesen. Der Flugschüler verlässt zum ersten Mal (mit seinem Fluglehrer) die Umgebung des Flugplatzes. Er trainiert seine Fähigkeiten, indem er sich mit Aufgabenstellung des Fluglehrers die nähere Umgebung der Flugplatzes erfliegt. Dieser Abschnitt endet mit einem 50 km Streckenflug alleine oder mit einem 100 km Streckenflug in Begleitung eines Fluglehrers.

Wurde dieser Streckenflug erfolgreich absolviert und hat der Flugschüler mehr als 30 Flugstunden, steht der praktischen Prüfung nichts mehr im Wege. Diese wird, wie beim Führerschein, im Beisein eines Prüfers absolviert und besteht aus 3 Flügen an unserem Flugplatz mit bestimmten Aufgabenstellungen.

Wichtig ist auch die Fliegersprache!