Ausbildung

Die Segelflugausbildung

Wie wird man Segelflieger…

Zunächst auf ein offenes Wort:

Die Segelflugausbildung hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn sie regelmäßig  durchgeführt wird, insbesondere bis zur Alleinflugreife (ca. 40-100 Starts). In dieser Anfangsphase der Ausbildung ist es zweckmäßig einen Tag eines jeden Wochenendes dem Segelflug zu opfern.

Die Ausbildung erfordert Zeit (ca. 2 Jahre) und man darf davon ausgehen, dass alle Vereinsmitglieder diese Ausbildung aktiv unterstützen. Das heißt aber auch, dass die Gemeinschaft der Segelflieger das nötige Engagement von Flugschüler erwartet.

Schritt 1: Ich überlege mir, ob ich monatlich 50 Euro (als Jugendlicher) oder 60 Euro (als Erwachsener) für dieses Hobby übrig habe. (siehe Kosten)

Schritt 2: Die aktive Mitgliedschaft in unserem Verein.

Um diese Ausbildung beginnen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Mindestalter 14 Jahre (Einverständnis des gesetzlichen Vertreters bei Minderjährigen)

Es darf nichts gegen den Flugschüler vorliegen, was ihn untauglich erscheinen lässt

Dann kann es losgehen.

3. Schritt Papierkram erledigen. Bei Beginn der Ausbildung müssen dem Ausbildungsleiter noch ein paar Unterlagen vorgelegt werden:

Kopie des Personalausweis

Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis (vor dem 1. Alleinflug)

Polizeiliches Führungszeugnis

Erklärung über schwebende Strafverfahren

Weiterhin wird ein Ausbildungsvertrag zwischen dem Ausbildungsbetrieb (FSK Nidda) und dem Flugschüler geschlossen.

Die Ausbildung wird in unserem Verein durch 4 ehrenamtliche Fluglehrer durchgeführt und gliedert sich in Theorie und Praxis. An fliegbaren Wochenenden und Feiertagen wird zuerst in einem Doppelsitzer geschult. Der Flugschüler sitzt dabei vorne und wird schon beim ersten Flug mir der Steuerung des Segelflugzeuges vertraut gemacht.

Im ersten Abschnitt (ca. 10 – 15 Flugstunden / 0 – 100 Starts) wird das sichere Starten und Landen geübt. Während dieser Phase fliegt der Fluglehrer immer mit. Ist der Fluglehrer von den praktischen Fähigkeiten seines Flugschülers überzeugt und ein zweiter Fluglehrer bestätigt diese Meinung nach einem Überprüfungsflug, dann darf der Flugschüler zum ersten mal alleine fliegen. Er absolviert 3 Flüge alleine, wobei ständiger Funkkontakt mit dem Fluglehrer am Platz besteht. Waren diese 3 Flüge in Ordnung, hat sich der Flugschüler freigeflogen und darf auch in Zukunft alleine fliegen (das Einverständnis des Fluglehrers immer vorausgesetzt).

Im darauf folgenden Abschnitt der praktischen Ausbildung steht dem Flugschüler ein einsitziges Flugzeug zusätzlich zur Verfügung. Er wird weiterhin im Doppelsitzer von seinem Fluglehrer in bestimmte Flugmanöver eingewiesen und kann diese im einsitzigen Flugzeug trainieren.

Parallel zur praktischen Ausbildung findet während der Wintermonate die Theorieausbildung statt. Hierbei ist das Ziel, die Flugschüler auf die theoretische Prüfung vorzubereiten, die beim Regierungspräsidium in Darmstadt abzulegen ist.

Wenn die theoretische Prüfung absolviert werden konnte, beginnt der letzte Abschnitt der praktischen Ausbildung. Der Flugschüler wird in die Techniken des Thermikfliegens und die Risiken des Streckenfluges eingewiesen. Der Flugschüler verlässt zum ersten Mal (mit seinem Fluglehrer) die Umgebung des Flugplatzes. Er trainiert seine Fähigkeiten, indem er sich mit Aufgabenstellung des Fluglehrers die nähere Umgebung der Flugplatzes erfliegt. Dieser Abschnitt endet mit einem 50 km Streckenflug zu einem anderen Flugplatz.

Wurde dieser Streckenflug erfolgreich absolviert und hat der Flugschüler mehr als 30 Flugstunden, steht der praktischen Prüfung nichts mehr im Wege. Diese wird, wie beim Führerschein, im Beisein eines Prüfers absolviert und besteht aus 3 Flügen am Flugplatz mit bestimmten Aufgabenstallungen.

Wichtig ist auch die Fliegersprache!